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Vorsorgekalender für Frauen


© Foto: iStock.com | Ridofranz

Gesundheits-Check-up

Ein gründliches "Durchchecken" dient der Früherkennung von Krankheiten, die im Vor- oder Frühstadium gut zu diagnostizieren und behandelt werden können.  Nach den Untersuchungen erfolgt eine medizinische Beratung einschließlich einer Überprüfung des Impfstatus.

So läuft die Untersuchung ab

Bei der ärztlichen Untersuchung wird zunächst im Gespräch die Anamnese (Eigen-, Familien- und Sozialanamnese) erhoben. Anschließend erfolgt eine ausführliche körperliche Untersuchung (Ganzkörperstatus). Ab einem Alter von 35 Jahren auch mit Blutuntersuchungen (Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin, HDL-Cholesterin, Triglyceride und Nüchternplasmaglucose) und Urinuntersuchungen (Eiweiß, Glukose, Erythrozyten, Leukozyten und Nitrit). Diese geben weiteren Aufschluss über den Gesundheitszustand.

Der Arzt bespricht das Ergebnis der Gesundheitsuntersuchung und erklärt dem Patienten, welche Lebensgewohnheiten wie geändert werden könnten, falls dies medizinisch angezeigt ist. Bei Vorliegen einer Krankheit oder bei Verdacht darauf, sorgt der Arzt dafür, dass eine weitergehende Diagnostik erfolgt und gegebenenfalls medizinisch erforderliche Maßnahmen eingeleitet werden. 


Mammografie: Röntgen der Brust

Das Mammographie-Screening ist ein Programm zur Früherkennung von Brustkrebs, aber auch bei Beschwerden in der Brustdrüse bei Frauen zwischen 50 und 69 Jahren. Die Mammographie ist eine Röntgenuntersuchung der weiblichen Brust, wobei schon sehr kleine, nicht tastbare Tumoren in einem frühen Stadium sichtbar werden. Jede achte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs! Dabei gilt: Je früher der Brustkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungsmöglichkeiten.

Hohe Qualität der Untersuchung

  • Die Mammographie wird von speziell geschulten Fachkräften an streng kontrollierten digitalen Geräten durchgeführt.
  • Jedes Mammographie-Bild – eine Röntgenaufnahme der Brust – wird von mindestens zwei speziell geschulten Fachärztinnen oder Fachärzten unabhängig voneinander begutachtet. Diese müssen als Nachweis ihrer Qualifizierung zum Beispiel pro Jahr Mammographie-Aufnahmen von wenigstens 5.000 Frauen auswerten und regelmäßig nachweisen, dass sie Mammographien auch richtig beurteilen.

Im Falle eines Verdachtes auf Brustkrebs werden die weiteren nötigen Untersuchungen innerhalb des Früherkennungs-Programms durchgeführt. Die Ergebnisse und das weitere Vorgehen werden von den beteiligten Ärztinnen und Ärzten gemeinsam mit der Patientin besprochen.

Wie viele andere Krebsarten führt auch Brustkrebs im Frühstadium oft zu wenig Beschwerden. Deshalb lädt das Mammografie-Screening-Programm Frauen zur Krebsfrüherkennung ein.


Hautkrebs

Jedes Jahr erkranken rund 200.000 Menschen an Hautkrebs. Dabei sind die Heilungschancen für Hautkrebs hoch. Durch ein Haut-Screening können verdächtige Merkmale schnell gesehen werden. Und wenn ein Hautkrebs frühzeitig erkannt wird, ist die Chance gut, dass mit einer Operation, eventuell auch in Kombination mit einer Strahlentherapie, die Krebszellen entfernt werden können.

Auch wer sich ausreichend vor der Sonne schützt, kann nicht verhindern, dass sich der eine oder andere Leberfleck verändert. Im schlimmsten Fall wird aus veränderten Leberflecken ein Melanom – Hautkrebs. Er entwickelt sich sichtbar und ist deshalb im Frühstadium zu erkennen.

Jeder kann selbst etwas tun, um der Entstehung von Hautkrebs vorzubeugen. Textiler Lichtschutz und der Gebrauch von Sonnenschutzmitteln gehören dazu - und zwar lebenslang. Denn: die Haut vergisst nicht.

Es gibt verschiedene Arten der Hautkrebsvorsorge

Hautkrebssreening erfolgt nur mit dem bloßen Auge. Feine und beginnende Veränderungen eines Muttermales können ohne Mikroskop weniger gut beurteilt werden. Da der untersuchende Arzt für seine Beurteilung haftet, müssen alle Muttermale operativ entfernt werden, deren Gutartigkeit nicht zweifelsfrei mit bloßem Auge erkennbar ist.

Bei der Vorsorge mit dem Hautmikroskop werden die Muttermale zusätzlich mit einem Hautmikroskop, dem sog. Auflichtmikroskop, untersucht: Einerseits können verdächtige Muttermale eher erkannt werden, andererseits können, z. B. auffällige, aber harmlose Alterswarzen als solche erkannt und nicht operiert werden.

Auffällige, aber nicht krebsverdächtige Muttermale werden mit einem Computer-Videosystem eingescannt und dokumentiert, so dass man bei weiteren Kontrollen genau verfolgen kann, ob und wie sie sich verändern. So lassen sich manche Operationen vermeiden. Diese Video-Auflichtdokumentation bleibt speziellen Fällen vorbehalten, etwa bei Patienten mit sehr vielen Muttermalen oder Angst vor einer Operation. Auch Muttermale, z. B. im Bereich des Decolletés, wo Narben besonders störend sind, kommen für diese Methode infrage.


Darmkrebsvorsorge

Darmkrebs zählt zu den häufigsten Krebsarten in Europa. Da er sich sehr langsam entwickelt, wird er in vielen Fällen (zu) spät entdeckt. Doch die Heilungschancen hängen entscheidend von Krankheitsstadium ab. Durch eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung können Vorstufen entdeckt und entfernt werden. Wird Darmkrebs in einem frühen Stadium erkannt, ist er zu über 90 Prozent heilbar.

Im Rahmen der Krebsvorsorge gibt es die Vorsorge-/ Früherkennungsuntersuchungen für Darmkrebs: Dazu gehören der Test auf verstecktes Blut im Stuhl und die Darmspiegelung (Koloskopie) als sicherste Methode zur Früherkennung von Darmkrebs. Mit ihr lassen sich selbst kleine Darmpolypen und Tumore mit sehr hoher Sicherheit aufspüren und meist schmerzlos entfernen bzw. behandeln.

Männer haben ein erhöhtes Risiko

Männer haben nicht nur ein höheres Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, bei ihnen werden im Schnitt bereits zehn Jahre früher als bei Frauen gutartige Wucherungen der Darmschleimhaut (Adenome) festgestellt, die zu bösartigen Tumoren entarten können. Beschwerden wie Müdigkeit, krampfartige Leibschmerzen, Stuhlunregelmäßigkeiten und Gewichtsverlust oder gar sichtbares Blut im Stuhl können Alarmsignale einer Darmkrebserkrankung sein.


Gebärmutterhalskrebs

Der wichtigste Teil der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs ist der Pap-Test. Dazu streicht der Frauenarzt bei der gynäkologischen Untersuchung Schleimhautzellen an Gebärmutterhals und Muttermund ab und gibt sie zur Analyse in ein Labor. 
Beim Pap-Test können Ärzte erkennen, ob Zellen gesund und normal aussehen. Gewebeveränderungen werden in folgende Kategorien eingestuft:

  1. nicht beurteilbar
  2. unauffällig
  3. leicht verändert (kein Krebsverdacht)
  4. unklarer bzw. zweifelhafter Befund
  5. Verdacht auf Krebsvorstufe oder Krebs

Von der Einstufung hängt ab, ob und welche Untersuchungen oder Therapien weiterhin erforderlich sind.

Teil des Programms zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs sind auch:

  • Alternativ zur Untersuchung des Pap-Abstrichs kann das Dünnschichtverfahren eingesetzt werden. Dabei wird die Zellprobe wie beim Pap-Test entnommen, die Zellen aber nicht auf einem Objektträger abgestrichen und dann untersucht, sondern in einer speziellen Flüssigkeit ausgewaschen, bevor sie auf den Objektträger aufgebracht wird. Das verbessert die Begutachtung der Zellen unter dem Mikroskop.
  • Heute weiß man, dass meist eine Infektion mit bestimmten humanen Papillomviren (HPV) Gebärmutterhalskrebs auslöst. Frauenärzte können einen HPV-Test durchführen, wenn sie unklare oder auffällige Pap-Befunde weiter abklären müssen. Bei Frauen ab 35 Jahren setzen ihn die Ärzte in Kombination mit einer Abstrichuntersuchung zum Screening ein.

Chlamydien-Sreening

Chlamydien (ausgesprochen: Klamüdien) sind Bakterien und gehören zu den am häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen. Die Infektion mit Chlamydien kann für junge Frauen ernste Folgen haben; im schlimmsten Fall kommt es zur Unfruchtbarkeit. Wird die Infektion rechtzeitig erkannt, ist sie gut mit Antibiotika behandelbar.

Der Test ist absolut schmerzfrei und wird mit Hilfe einer Urinprobe (es müssen die ersten Urinteile des Tages sein) durchgeführt, da sich die Erreger im Urin nachweisen lassen. In Deutschland geht man von 300.000 Neuerkrankungen pro Jahr aus. Hauptursache: Ungeschützter Geschlechtsverkehr, demzufolge die Nutzung eines Kondoms vor der Infektion schützt.

Die meisten Betroffenen haben keine Symptome und merken von der Infektion nichts. Sie hat auch nichts mit Unsauberkeit zu tun. Wenn Symptome auftreten, sind sie meist leicht. Auf eine mögliche Infektion bei einer Frau können hindeuten: ungewöhnlicher Ausfluss aus der Scheide, Zwischenblutungen, Blutungen direkt nach dem Verkehr und Schmerzen beim Wasserlassen.

Wird eine Chlamydieninfektion festgestellt, muss sich auch der Partner behandeln lassen, da er auch infiziert sein kann. Sonst kann es nach Abschluss der Behandlung zu einer Neuinfektion durch den Partner kommen.              

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