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Krampfadern ziehen

Porträt: Chefärztin Frauke Weigel
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Chefärztin Frauke Weigel
Fachärztin für Chirurgie und Gefäßchirurgie. Sie leitet seit 2019 die Fachklinik für Venenerkrankungen in der Capio Mosel-Eifel-Klinik in Bad Bertrich (Rheinland-Pfalz). Sie hat bereits mehrere tausend Krampfadern operiert.

Letzte Aktualisierung 14. Oktober 2020

Entsteht eine Form von Krampfadern (Varikosis), die gesundheitliche Probleme, wie etwa geschwollene, schwere oder schmerzende Beine, verursacht, kann es nötig sein, sich die Krampfadern herausziehen zu lassen. Dies ist insbesondere der Fall, wenn zuvor eingesetzte konservative Behandlungsmethoden, wie das Tragen von Kompressionsstrümpfen, nicht den gewünschten Erfolg erzielt haben. Das auch als Krampfader-Stripping bezeichnete Verfahren wird zudem durchgeführt, wenn Stammvenen krankhafte Veränderungen aufweisen. In jedem Fall muss die Art der erforderlichen Behandlung durch einen Venenspezialisten (Phlebologen) abgeklärt werden. Dabei ist das Krampfadern-Ziehen die am häufigsten angewandte Methode – der sogenannte „Goldstandard“.

Schwere Varikosis-Erkrankungen bergen Risiken, wie etwa die Entstehung von Venenentzündungen oder einer Thrombose, einem Blutgerinnsel, das die Vene verschließen kann. So werden in Deutschland etwa 300.000 Eingriffe im Jahr auf der Basis von Strippingverfahren durchgeführt. Andere Methoden, wie zum Beispiel kathetergestützte Eingriffe, werden circa 35.000 Mal angewandt. Während die gesetzlichen Krankenkassen für das Krampfadern-Ziehen die Kosten bei medizinischer Notwendigkeit übernehmen, werden kathetergestützte Verfahren, wie die Laser- oder Radiowellentherapie meist nicht übernommen. Hier sollte man sich bei seiner Krankenkasse informieren.

Wie funktioniert das Krampfadern ziehen lassen?

Ziel des Strippings von Krampfadern ist die Funktionserhaltung oder Zurückgewinnung der verbleibenden Venen. Dabei wird die „Umleitung“ des Blutflusses unterstützt durch die Tatsache, dass lediglich 10 Prozent des rückfließenden Blutes durch das oberflächliche Blutsystem geleitet werden, 90 Prozent hingegen durch das Tiefliegende. Beim Krampfadern-Ziehen macht der Chirurg zunächst zwei kleine, als minimal-invasiv bezeichnete Schnitte: einen in der Leistengegend und einen weiteren am untersten Punkt der Varize. An beiden Stellen wird die Vene zunächst abgebunden, anschließend durchtrennt und mit einer biegsamen Sonde herausgezogen.

Je nach Ausmaß der Varikosis lassen sich Krampfadern auch in Teilen entfernen, ein Verfahren, das  Mediziner als Teilstripping bezeichnen. Diese Methode hat den Vorteil, dass die große Rosenvene nicht gänzlich entfernt wird und somit für eine eventuell zu einem späteren Zeitpunkt notwendige Bypass-Operation, etwa an den Herzgefäßen, zur Verfügung steht.

Beide Behandlungsformen werden in den meisten Fällen unter Teilnarkose durchgeführt. Mithilfe dieser Verfahren können auch krankhaft erweiterte Verbindungsvenen zwischen dem oberflächlichen und tiefen Venensystem entfernt werden. Gegebenenfalls erfolgt das Varizen-Stripping mit der Kryomethode, bei der der Chirurg eine Kältesonde benutzt, an der die Varize anfriert, wodurch sie sich leichter entfernen lässt.

Gibt es Operationsrisiken beim Stripping von Krampfadern

Obgleich es sich hierbei um einen bewährten Eingriff handelt, können in seltenen Fällen Blutungen sowie Schwellungen in den Beinen auftreten. Aus diesem Grunde ist das Tragen von Kompressionsstrümpfen nach dem Varizen-Stripping unerlässlich. Die Kompressionsstrümpfe werden vom Arzt verschrieben und von einem Fachhändler angepasst, denn nur eine optimale Passform unterstützt effektiv den Heilungsprozess. Die Strümpfe müssen etwa 4-6 Wochen getragen werden und sollten vor dem morgendlichen Aufstehen angezogen werden, um Schwellungen durch Belastung noch vor dem ersten Schritt zu vermeiden.

Können nach dem Varizen-Stripping wieder Krampfadern auftreten?

Die Wahrscheinlichkeit ein sog. Rezidiv zu bekommen, ist umso kleiner, je erfahrener der Gefäßchirurg war. Betroffene sollten regelmäßig einen Gefäßspezialisten aufsuchen und vorbeugende Maßnahmen ergreifen. Dazu gehören:

Venenerkrankungen sind ernstzunehmende Krankheitsbilder. Begeben Sie sich in die Hände unserer Spezialisten.

Porträt: Chefarzt Dr. med. Horst Peter Steffen

Chefarzt Dr. med. Horst Peter Steffen
Mehrfach von Focus ausgezeichnet – Deutschlands renommierte Ärzteliste: Top Mediziner 2020, Venenleiden. Seit 2009 Chefarzt der Capio Klinik im Park - Venenzentrum Nordrhein-Westfalen.

Porträt: Dr. med. Michael Gerstorfer – Chefarzt, Facharzt für Chirurgie, Gefäßchirurgie und Notfallmedizin, endovasculärer Chirurg (DGG), Lymphologie

Chefarzt Dr. med. Michael Gerstorfer
Chefarzt, Facharzt für Chirurgie, Gefäßchirurgie und Notfallmedizin, endovasculärer Chirurg (DGG), Lymphologie. Er leitet die Fachklinik für Venenerkrankungen in der Capio Schlossklinik Abtsee In Laufen (Bayern) seit 2015.

Porträt: Chefärztin Frauke Weigel

Chefärztin Frauke Weigel
Fachärztin für Chirurgie und Gefäßchirurgie. Sie leitet seit 2019 die Fachklinik für Venenerkrankungen in der Capio Mosel-Eifel-Klinik in Bad Bertrich (Rheinland-Pfalz). Sie hat bereits mehrere tausend Krampfadern operiert.

Dr. med. Konstanze Kallmann
Fachärztin für Allgemeinchirurgie, Gefäßchirurgin und Venenheilkunde (Phlebologie). Sie leitet die Gemeinschaftspraxis Dr. Kallmann / Dr. Sauber für Gefäßchirurgie, welche mit der Capio Hofgartenklinik in Kooperation steht.

Dr. med. Jürgen Jakob Sauber
Facharzt für Chirurgie und Gefäßchirurgie. Er hat seine Zusatzqualifikationen in der Venenheilkunde (Phlebologie) und Rettungsmedizin. Die mit der Capio Hofgartenklinik kooperierende Gemeinschaftspraxis für Gefäßchirurgie, leitet er gemeinsam mit Dr. Kallman.

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