Wenn Krampfadern schmerzen

Die ersten Anzeichen von Krampfadern können bereits im Jugend- und frühen Erwachsenenalter sichtbar werden. Mit der Zeit können Krampfadern anfangen, Schmerzen zu bereiten. Durch Krampfadern (Varikosis) verursachte Schmerzen werden hinsichtlich der Stärke unterschiedlich empfunden. Betroffene klagen häufig über Spannungs- oder Schweregefühle. Es gibt Situationen, nach denen Schmerzen häufiger auftreten, wie beispielsweise langem Sitzen oder Stehen. In jedem Fall sollte ein Venenspezialist (Phlebologe) konsultiert werden.

 

 

Wo treten bei Krampfadern die Schmerzen auf?

Beschwerden, die durch Krampfadern verursacht werden, treten vor allem in den Beinen auf. Betroffene klagen vielfach über ein Schwere- oder Spannungsgefühl, aber auch über Schmerzen. Insbesondere nach langem Sitzen oder Stehen verschlimmern sich die Symptome. Diese verstärken sich im Verlauf des Tages, bei zunehmender Belastung und bei warmen Temperaturen.

 

 

Wenn Krampfadern in den Beinen schmerzen

Schwellungen und Schmerzen im Bein und in den Füßen haben häufig ihre Ursache in Krampfadern. Diese führen, aufgrund von Veränderungen der Gefäße, zu Stauungen des Blutes und zu Wasseransammlungen (Ödemen) in den Beinen. Lässt sich ein verhärteter Venenstrang ertasten, der mit starkem Druckschmerz verbunden ist, kann es sich bereits um eine Venenentzündung (Varikophlebitis) handeln. An der druckempfindlichen Stelle ist oft auch eine Rötung oder Überwärmung erkennbar. Die Ursache der Varikophlebitis ist eine durch die Krampfadern entzündete Veneninnenwand, die Schmerzen verursacht, ein Blutgerinnsel (Thrombus) bilden und das Gefäß verschließen kann. Lösen sich Thromben und gelangen in die tiefe Venenstrombahn, kann dies eine schmerzhafte tiefe Venenthrombose sowie eine lebensgefährliche Lungenembolie verursachen. Ist eine Schwäche der Venenklappen Folge der Varizen, so bezeichnet die Medizin dies als „innere Krampfadern“.

Sind die durch Krampfadern verursachten Schmerzen in der Kniekehle oder in der Wade spürbar und schmerzen nicht nur druckempfindliche Stellen, sondern auch das Gehen, so deutet dies auf einen durch Krampfadern verursachten Verschluss der Stammvenen des Beins hin. 

Krampfadern können auch die Entstehung von juckenden und schmerzenden Hauterkrankungen zur Folge haben. Aufgrund der durch Thromben verengten Venen steigt der Druck in den Venen und Flüssigkeit wird in das umgebende Gewebe gepresst. Dadurch wird auch der Sauerstoffaustausch in den Blutgefäßen verhindert, und es lagern sich Stoffwechselprodukte in der Haut an, die zu juckenden und schuppenden Ekzemen führen. Diese treten meist an den Unterschenkeln und Füßen auf.

Sind die Beine dauerhaft oder wiederholt am Tag geschwollen und schmerzen, oder schwillt nur ein Bein plötzlich an, so sind dies alarmierende Anzeichen, bei denen umgehend ein Arzt konsultiert werden sollte. Gehen diese Schmerzen einher mit Brustschmerzen beim Atmen, oder Atemnot muss augenblicklich ein Notarzt alarmiert werden (Nr. 112).

 

 

Was tun, wenn Krampfadern schmerzen?

Im Alltag helfen:

  • Bewegung,
  • Hochlegen der Beine,
  • Wechselduschen
  • Meiden extremer Wärme.

Auch langes Stehen oder Sitzen, sowie das Übereinanderschlagen der Beine sollten vermieden werden. Das Hochlagern der Beine, besonders in der Nacht lindert die durch Krampfadern verursachten Symptome und Schmerzen.

Medizinische Kompressionsstrümpfe sind ein wichtiges Mittel in der konservativen Therapie von Krampfadern. Sie üben Druck auf die Venen aus, wodurch die Muskelpumpe der Venen wieder beginnt, die Flüssigkeit aus den Venen herauszupumpen. Sie sollten bereits vor dem Aufstehen angezogen werden, da dies eine Stauung von Flüssigkeit im Bein noch vor dem ersten Schritt in den Tag verhindert. Sollten die Krampfadern jedoch die Lebensqualität aufgrund von Schmerzen beeinflussen, so ist es an der Zeit, sich Rat bei unseren Venenspezialisten zu holen. Die Folgen der Varikosis sind mit einem erhöhten Risiko von „inneren Krampfadern“, Thrombosen und Embolien durchaus ernst zu nehmen.