Krampfader-OP

Krampfadern können schon im Jugendalter an den Beinen entstehen. Bei Personen, die unter einer angeborenen Bindegewebsschwäche leiden, können die Probleme  schnell medizinischer Natur werden. Das heißt, es entwickeln sich Beschwerden, wie ein Spannungsgefühl, Schmerzen, Venenentzündungen, Hautveränderungen oder sogar Geschwüre. Diese Probleme entstehen unter anderem, weil ein ordnungsgemäßer Blutfluss im Bein nicht mehr gegeben ist, die Venenklappen nicht mehr schließen und sich Flüssigkeit und Blut im Bein stauen. Auch die Gefahr einer Thrombose oder Embolie kann zunehmen.

Betroffene sollten bei Krampfadern oder den zuvor beschriebenen Symptomen in jedem Fall einen Venenspezialisten (Phlebologen) konsultieren. Je nach Schweregrad der, von der Medizin als Varikosis bezeichneten Krampfadern, stehen dem Arzt unterschiedliche Therapien zur Verfügung. Zunächst werden dabei konservative Behandlungsmethoden durchgeführt, wie etwa das Tragen von Kompressionsstrümpfen oder physiotherapeutische Bewegungstherapie.

 

 

Was ist eine Krampfader-OP?

Stellt sich bei der Diagnose heraus, dass eine Varizen-OP unumgänglich ist, da die Erkrankung der betroffenen Vene nicht anders nachhaltig behandelt werden kann, so wird entschieden, welche Methode der Varizenoperation individuell geeignet ist. Falls das Gewebe des Gefäßes noch nicht zu stark beschädigt ist, kann eine „Reparatur“ durchgeführt werden, die als extraluminale Valvuloplastie  (ExVP) bezeichnet wird. Dabei wird zunächst ein etwa drei  Zentimeter langer Schnitt in der Leistengegend gemacht. Dort wird das Blutgefäß freigelegt und mit einer Ummantelung (Manschette) stabilisiert. Diese Art der Krampfader-Operation verhindert eine zu starke Ausdehnung des Blutgefäßes, was den Blutfluss aktiviert und die Venenklappen wieder verschlussfähig macht. Die Vene bleibt erhalten und steht für eine evtl. spätere Bypass-Operation zur Verfügung.

Das häufigste Verfahren der Varikosis-OP ist das Stripping, das der Volksmund als „Krampfadern ziehen“ bezeichnet. Ziel dieser Krampfadern-OP ist die Öffnung von „Blut-Umgehungsstraßen“, die die Funktion der defekten Venen übernehmen. Beim Stripping macht der Chirurg zunächst einen Schnitt in der Leistengegend oder im Bereich der Kniekehle und trennt die betroffene oberflächliche Vene von den gesunden und tiefer liegenden. Nun wird eine Sonde in die defekte Oberflächenvene eingeleitet und bis zum Anfangspunkt der Erkrankung unterhalb des Knies oder der Wadenmitte vorgeschoben. Durch einen weiteren Schnitt an dieser Stelle wird die Sonde ausgeleitet und mitsamt der defekten Vene herausgezogen.

 

 

Welche Risiken gibt es bei der Varizen-OP?

Es handelt sich um einen Routineeingriff, der meist in örtlicher Betäubung – auf Wunsch auch in Vollnarkose - durchgeführt wird. Dennoch können nach der Varikosis-OP Probleme entstehen: Z. B. selten Blutergüsse, Ebenfalls in sehr seltenen Fällen kann es zur Bildung von Blutgerinnseln, Thrombosen oder Venenentzündungen kommen.

 

 

Wie gestaltet sich die Nachbehandlung?

Nach dem Eingriff sollte der Patienten nach Möglichkeit direkt mit dem Laufen beginnen. Am nächsten Morgen sollten noch vor dem Aufstehen die Kompressionsstrümpfe angezogen werden, um eine Stauung etwa von Lymphflüssigkeit zu vermeiden. In dieser Zeit sollte sich der Betroffene regelmäßig bewegen, Walking und Spaziergänge sind ideal. Die Beine oft hochlegen, das befördert gestaute Flüssigkeiten wieder Richtung Herz. Langes Stehen und Sitzen hingegen gilt es zu vermeiden, wie auch der Aufenthalt in großer Hitze.