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Die häufigsten Fragen zu Demenz

Was ist der Unterschied zwischen altersbedingter Vergesslichkeit und einer Demenz?

Vergesslichkeit ist häufig altersbedingt. Sie kann jedoch auch ein erster Hinweis sein, dass ein Mensch an „Demenz“ erkrankt ist. Unter diesem Begriff werden Krankheiten zusammengefasst, denen eines gemeinsam ist: Langsam sterben Nervenzellen im Gehirn in großer Zahl ab. Einer Demenz können unterschiedliche Krankheitsursachen zugrunde liegen. Die häufigste Ursache von Demenz ist die Alzheimer Krankheit, die nach dem Psychiater Alois Alzheimer benannt wurde. Im fortschreitenden Krankheitsverlauf können Phasen der Stabilität im Wechsel mit Perioden der Verschlechterung auftreten. Im Endstadium der Krankheit sind Menschen mit Demenz oft vollständig auf fremde Hilfe angewiesen.
 

Was kann ich tun, wenn ich bei mir oder Angehörigen Probleme mit dem Gedächtnis erkenne? 

Viele ältere Menschen machen sich Sorgen um ihr Gedächtnis. In einer  Gedächtnissprechstunde erfolgt eine Untersuchung durch Ärzte und Psychologen. Eine derart fachlich fundierte Untersuchung kann zwischen "gutartiger" Vergesslichkeit im Alter und einer krankheitswertigen Verschlechterung des Gedächtnisses unterscheiden. Auch leichte kognitive Beeinträchtigungen werden so erkannt. Sollte eine krankhafte Veränderung vorliegen, so wird anhand sorgfältiger Untersuchungen die Ursache der Gedächtnisstörung ermittelt.
Gedächtnissprechstunde Capio Mathilden-Hospital, Tel. +06042 86-0.
 

Ist Demenz erblich?

Das Risiko für eine Demenz vom Alzheimer Typ erhöht sich mit zunehmendem Lebensalter. Es gibt auch Gene, die das Auftreten der Alzheimer-Krankheit begünstigen, jedoch alleine als Ursache nicht ausreichen. Bei ungefähr 30 Prozent aller Alzheimer-Patienten finden sich weitere Betroffene in der engeren Verwandtschaft. In 90 Prozent der Alzheimer-Fälle wirken unterschiedliche Faktoren bei der Entstehung der Alzheimer-Krankheit zusammen: erbliche Faktoren, Alterungsprozesse des Gehirns, Vorerkrankungen des Gehirns und Umwelteinflüsse. Der wichtigste Risikofaktor für das Auftreten einer „sporadischen“ Alzheimer-Krankheit ist das hohe Lebensalter (ca. 65-80 Jahre). 
 

Ist Demenz heilbar?

Es ist zurzeit noch nicht möglich, eine Demenz, die durch die Alzheimer-Krankheit ausgelöst wird, zu heilen. Es besteht aber die Möglichkeit, auf den Krankheitsverlauf einzuwirken und das Fortschreiten der Symptome vorübergehend hinauszuzögern. Medikamente, sogenannte Antidementiva, können die geistige Leistungsfähigkeit eine Zeit lang aufrechterhalten und sich positiv auf die Bewältigung des Alltags auswirken.
Therapeutische Maßnahmen, wie Ergotherapie, Logotherapie (Sprachtherapie) und Krankengymnastik (vom Arzt verordnet) können die Lebensqualität von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen verbessern und Verhaltensstörungen lindern. Hilfreich können Musik- und Kunsttherapie, Verhaltenstherapie, Selbst-Erhaltungs-Therapie oder Erinnerungstherapie sein. Medikamentös und therapeutisch behandelte Menschen mit Demenz vom Alzheimer Typ können ihre Ressourcen länger erhalten, als unbehandelte Patienten.
Menschliche Zuwendung, Aktivierung und Beschäftigung, ein angemessener Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten sowie eine demenzgerechte Gestaltung der Umwelt („Milieuthera-pie“) sind für Menschen mit Demenz von besonderer Bedeutung.

Kann einer Demenz vorgebeugt werden?

Es gibt bislang keinen Schutz davor, an Demenz vom Typ Alzheimer zu erkranken. Aber es gibt einige Faktoren, die das Erkrankungsrisiko – wie für andere Erkrankungen auch - verringern können. Dazu gehört eine körperliche und psychische gesunde Lebensweise:

  • Geistige, körperliche und soziale Aktivität, ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse, reich an Vitamin C, E und Beta-  Carotin
  • fett- und cholesterinarme Ernährung, möglichst ungesättigte Fettsäuren
  • die Behandlung von Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und Diabetes Mellitus
  • Vermeidung von Übergewicht
  • Vermeidung von regelmäßigem Konsum von Genussgiften, die nachweislich die   Gefäße verengen (z.B. Nikotin, Alkohol)
     

Was kann ich tun, wenn ich bei mir oder Angehörigen Probleme mit dem Gedächtnis erkenne?

Hier sollte man sich möglichst umgehend beraten und ggf. fachärztlich untersuchen lassen. Eine sorgfältige Diagnose umfasst die gründliche Untersuchung des körperlichen und geistigen Zustandes. Es werden psychologische Testverfahren durchgeführt zur Prüfung von Gedächtnis, Denkvermögen, Sprache und Wahrnehmungsfähigkeit. Es werden Laborbestimmungen vorgenommen sowie bildgebende Verfahren (CT oder MRT) eingesetzt. Besonders wichtig ist das Gespräch mit Betroffenen und Angehörigen.
Die Diagnose kann von erfahrenen Ärzten bzw. Fachärzten für Neurologie und Psychiatrie gestellt werden. Gedächtnisambulanzen, auch Gedächtnissprechstunden genannt, sind spezialisierte Einrichtungen zur Diagnostik und Therapie von Demenzerkrankungen.

Mein Partner / Angehöriger erkennt mich nicht mehr oder reagiert aggressiv 

Häufig hilft es, Erinnerungen aufzufrischen, gemeinsam Fotos anzuschauen und an besondere Orte zu gehen, die mit bestimmten positiven Ereignissen verbunden sind.  

Tritt aggressives Verhalten auf, dann möglichst eine positive Atmosphäre schaffen und  herausfinden, was dem Angehörigen wichtig ist. Versuchen, sich selbst zu entspannen und aus aggressiven Situationen herauszunehmen.
 

Was muss ich beachten, wenn mein dementer Angehöriger in ein Krankenhaus muss? 

Es gibt spezielle demenz-sensible Krankenhäuser, die auf die Behandlung von Patienten mit der Begleitdiagnose Dement eingestellt sind: 

  • Capio Mathilden-Hospital, www.capio-mathilden-hospital-de
  • Capio Franz von Prümmer Klinik, www.capio-franz-von-pruemmer-klinik.de
  • Capio Krankenhaus Land Hadeln, www.capio-krankenhaus-land-hadeln
  • Capio Elbe-Jeetzel-Klinik, www.capio-elbe-jeetzel-klinik.de

Sinnvoll ist es, dem dementen Angehörigen private Gegenstände mitzugeben, z. B.  Bettwäsche und Bilder. Und das Krankenhauspersonal über bestimmte Gewohnheiten informieren. Demenz-sensible Krankenhäuser bieten an, dass Angehörige den dementen Patienten ins Krankenhaus begleiten dürfen. Die Lebensqualität Betroffener hängt entscheidend davon ab, wie sich die Gesellschaft ihnen gegenüber verhält. Neben der Forschung ist auch ein neues Denken zwingend erforderlich. 

Wie ist die Lebenserwartung mit Demenz?

Für Menschen mit Demenz ist die altersübliche Lebenserwartung verkürzt. Zwei Drittel aller Erkrankten haben bereits das 80. Lebensjahr vollendet. Fast 70 Prozent der Erkrankten sind Frauen.
Europäische Studien fanden eine mittlere Krankheitsdauer von 3-6 Jahren. Die Dauer kann jedoch stark schwanken. Allgemein gilt, dass die Überlebenszeit umso geringer ist, je später im Leben die Erkrankung eintritt, je schwerer die Symptome sind und je mehr körperliche Begleiterscheinungen bestehen.
So bedroht der Verlust an Nervenzellen im Gehirn das Leben nicht direkt. Doch begünstigt der Verlauf bei fortgeschrittener Demenz Folgeerkrankungen, z. B. eine höhere Anfälligkeit für schwere Infektionen. Nicht wenige Menschen mit Demenz sterben an einer Lungenentzündung.
 

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