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Premium Intraokularlinsen

Eine Kunstlinse wird an die Stelle der natürlichen Linse eingesetzt, kann sich aber nicht auf Ferne und Nähe einstellen und hat auch einige optische Eigenschaften, die von den ursprünglichen abweichen. Darum gibt es Sonderformen, die geeignet sind, einige Mängel auszugleichen. In Einzelfällen können sie sogar besser sein als das Original.

Was kann eine Standardlinse?

Die Linsen unterschieden sich nur in der Form der Füßchen mit denen sie in der Linsenkapsel verankert wurden, mal kleine elastische Bügel, mal breitere Kunststoffplatten. Die Optik einer Standardlinse ist sphärisch und monofokal, d. h., sie stellt wie eine einfache Lupe mittels einer relativ unkomplizierten Optik auf eine feste Entfernung scharf. Sie wurde bei vielen Millionen Patienten in aller Welt eingesetzt, und auch heute ist sie die normale Versorgung. Fast alle Patienten sind mit dem gewonnenen Sehvermögen sehr zufrieden.

Welche verschiedenen Premium-Linsen gibt es?

Neben der Standardlinse gibt es eine Reihe spezieller Linsen, die durch besondere Materialien oder Optiken versuchen, das postoperative Ergebnis zu optimieren. Ein Überblick:

Asphärische Linsen

Asphärische Linsen haben eine besondere Optik, die Bildverzerrungen reduziert. Teure Lupen sind im Gegensatz zu preiswerten „asphärisch“ geschliffen. Das gleiche Prinzip gibt es bei Kunstlinsen. Durch einen speziellen Schliff werden die Strahlen so abgelenkt, dass auch Strahlen, die durch den Rand der Linse gehen, an einem Punkt zusammentreffen.

Damit soll ein besserer Seheindruck, insbesondere bei schlechten Lichtbedingungen und weiter Pupille, erreicht werden. Es ist ungesichert, in welchem Maße eine asphärische Linse einen Vorteil im Alltagsleben bietet. Eine Studie hat nachgewiesen, dass ältere Autofahrer mit einer solchen Linse im Autoverkehr schneller Objekte erkannten, ihre Reaktionszeit beim Bremsen halbierten und 20 Meter weniger Bremsweg brauchten, als Patienten mit einer Standardlinse.
 

Torische Linsen

Torische Linsen sind geeignet, eine Hornhautkrümmung (Astigmatismus) auszugleichen, um auch Patienten mit diesem Problem Brillenfreiheit zu ermöglichen. Torische Linsen sind sinnvoll bei Patienten mit einer Hornhautkrümmung über 1,5 dpt. Da sie auch gekrümmt geschliffen sind, gleichen sie den Astigmatismus aus und erlauben auch diesen Patienten ein brillenfreies Leben. Sie sind eine relativ teure Spezialanfertigung und erfordern vom Operateur eine überaus gründliche Vorbereitung und eine sehr präzise Implantationstechnik. Von der verbesserten Lebensqualität abgesehen, rechnen sie sich schon, wenn der eine oder andere Brillenkauf wegfällt.

Multifokale Linsen

Multifokale Linsen gehen einen ganz andersartigen Weg und erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Diese Kunstlinsen sind so geschliffen, dass sie sowohl ein scharfes Fernbild, als auch ein Bild des Nahbereichs auf der Netzhaut abbilden. Das Gehirn kann sich dann dafür entscheiden, das fernere oder das nähere Bild zu beachten. Der Doppeleffekt wird meist mit konzentrischen Ringen erzeugt, die abhängig von der Pupillenweite unterschiedlich wirken.

Der Gedanke an eine Optik für Ferne und Nähe ist bestechend, hat aber auch Nachteile. Einerseits sind, wenn auch weitgehend zu vernachlässigende, Abstriche an die Bildqualität zu machen („man sieht überall gut aber nirgendwo richtig gut“), andererseits führt die Doppeloptik im Dunkeln zu einer Unschärfe von punktförmigen Lichtquellen. In sehr seltenen Fällen fühlen sich Patienten dadurch so gestört, dass Autofahren nachts zum Problem wird. 
 

Gelbe Linsen

Gelbe Linsen sollen Patienten vor zu viel Sonnenlicht und der Gefahr einer Makuladegeneration schützen. Sie werden seit 10 Jahren angeboten und wurden über sechs Millionen Mal implantiert. Sie filtern wesentliche Anteile des Lichtspektrums heraus und damit Farbunterscheidungen, die den Tag/Nachtrhythmus stören können. 

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