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Netzhautablösung

Was ist eine Netzhautablösung?

Das Auge ist ähnlich aufgebaut wie ein Fotoapparat, bei dem das Licht durch ein Objektiv gebündelt und fokussiert wird und dann den Film belichtet. Durch natürliche Alterungsprozesse ändert sich mit der Zeit die Zusammensetzung des Glaskörpers. Bei vielen Menschen führt das im Alter zu einer Schrumpfung und schließlich zur Ablösung dieser gelartigen Struktur von der Netzhautoberfläche. Dabei haftet der Glaskörper gelegentlich an einer oder mehreren Stellen fest an der Netzhaut. Durch seine Schrumpfung kann dies dazu führen, dass durch Zug an der Netzhaut ein Netzhautriss entsteht. Hierdurch kann Flüssigkeit unter die Netzhaut gelangen, die Pumpe wird unwirksam und die Netzhaut kann sich von ihrer Unterlage ablösen.

Diese Erkrankung ist selten, nur jeder Tausendste wird in seinem Leben betroffen.  Kurzsichtige Menschen haben ein erhöhtes Risiko.

Wie bemerkt man eine Netzhautablösung?

Die meisten Netzhautablösungen bleiben zunächst unbemerkt. Nur manchmal machen Phänomene wie Lichtblitze (durch Zug an der Netzhaut) oder ein durch Blutzellen verursachter Rußregen auf die Entstehung einer Netzhautablösung aufmerksam.

Schreitet eine Netzhautablösung in das Sehzentrum fort, entsteht ein Gesichtsfeldausfall, der schließlich das gesamte Sehfeld erfassen kann. Unbehandelt führt eine Netzhautablösung zur Erblindung. Darum ist eine augenärztliche Untersuchung bei Auftreten eines dieser Symptome dringend erforderlich: Man kann in fast allen Fällen die Netzhaut operativ wieder anlegen, und das Sehen retten.

Operation der Netzhautablösung

Ziel jeder Operation einer Netzhautablösung ist der Lochverschluss. Dazu müssen der Kontakt zwischen Netzhautriss und Unterlage wieder hergestellt und die Lochränder mit der Unterlage verschweißt werden. Das Verschweißen erfolgt entweder mit Laserstrahlen oder durch Anfrieren mit einer Kältesonde (Cryo). Bei beiden Verfahren wird ein Reiz gesetzt, der zur Vernarbung und damit zum Verschluss des Loches führt. 

Um die Netzhaut wieder anzulegen, verwendet man zwei unterschiedliche Verfahrensweisen: die Buckelchirurgie oder alternativ die Glaskörperentfernung.

Buckelchirurgie

Bei der Buckelchirurgie, der klassischen Operationsmethode für Netzhautablösungen, wird von außen eine sogenannte „Plombe“ aus einem weichen Kunststoff auf den Augapfel aufgenäht, dass im Auge eine Eindellung entsteht. Diese wird so platziert, dass das Netzhautloch auf dem Buckel liegt, so der Zug auf die Netzhaut entlastet und das Loch quasi von außen zugedrückt wird. Dieses Verfahren hat sich seit über 50 Jahren bewährt, ist aber nur bei einfachen Ausgangssituationen ausreichend erfolgversprechend.

Glaskörperentfernung (Vitrektomie)

In den letzten Jahren hat sich in der Mehrheit aller Fälle die Glaskörperchirurgie zur Wiederanlage der Netzhaut durchgesetzt.  Hierbei wird der Zug des Glaskörpers an der Netzhaut durch die Entfernung des geschrumpften Glaskörpers entlastet. Ohne Zugkräfte auf sie kann sich die Netzhaut wieder anlegen und mit dem Laser behandelt werden. Um die Netzhaut bis zur Vernarbung der Laserherde an der Unterlage festzuhalten, wird das Auge am Ende einer Glaskörperoperation meist mit einer Gasblase gefüllt. Diese steigt nach oben und hält so das Netzhautloch von innen verschlossen. Wenn das Netzhautloch nicht genau oben liegt, muss der Patient ein paar Tage eine bestimmte Position (z.B. Seitenlage) einhalten, um sicherzustellen, dass die Gasblase auch wirklich das Loch verschließt.

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