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Makulaloch

Was ist ein Makulaloch (Foramen)?

Bei ca. 3 bis 4 tausend Menschen ab 50 Jahre kommt es zu einem Loch (Foramen) der Netzhaut in der Makula. Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen. Das zweite Auge kann im Laufe der Zeit in bis zu 15 Prozent der Fälle ebenfalls erkranken. Die Ursache der Erkrankung ist unbekannt. 

Es wird vermutet, dass altersbedingte Veränderungen in einer dünnen Schicht auf der Oberfläche der Netzhaut zu Zugkräften in der Makula führen. Wenn diese Kräfte zu stark werden, wird die dünne Fovea in der Mitte überdehnt, die Photozellen und Nervenfasern werden auseinandergezogen, und es kommt zu einem zentralen Loch. Flüssigkeit tritt durch das Loch in die Netzhaut ein, und diese schwillt in charakteristischer Weise an.

Wie bemerke ich ein Makulaloch?

Die Sehstörung entwickelt sich oft langsam über Wochen hinweg. Hat sich das Makulaloch voll ausgebildet, bestehen in der Regel deutliche Sehbeschwerden. Typisch ist am betroffenen Auge ein zentral unscharfes und verzerrtes Bild oder ein störender zentraler dunkler Fleck. Die Fähigkeit, normalen Text zu lesen, geht verloren. Das periphere Gesichtsfeld ist nicht beeinträchtigt.

In diesem Stadium der Erkrankung kann nur ein operativer Eingriff eine Besserung bewirken. Spontanheilungen werden nicht beobachtet und medikamentöse Therapien sind wirkungslos.

Operation des Makulalochs

Unter dem Operationsmikroskop wird in einem ersten Schritt der Glaskörper entfernt, um einen Zugang zur Netzhaut zu erhalten. Anschließend muss die Netzhaut-oberfläche um das Makulaloch herum von der Zugwirkung auf die Foramenränder entlastet werden. Dazu wird die innere, oft bindegewebsartige Begrenzungsmembran von der Netzhautoberfläche abpräpariert. Die damit entlasteten Ränder des Makulalochs liegen dadurch aneinander und können in der Folge wieder zusammenwachsen.

Um die Heilung zu unterstützen, sollte der Patient in den ersten Tagen nach der Operation:

  • tagsüber viel nach unten blicken
  • nachts Seiten- oder Bauchlage einhalten
  • das vorübergehende Flugverbot beachten

Heilungschancen beim Makulaloch

Die Erfolgsquoten der Operation sind in der Hand eines erfahrenen Operateurs sehr hoch. Sollte es nach dem ersten Eingriff nicht zu einem Verschluss kommen, kann durch eine zweite Operation in zwei von drei Fällen eine Heilung erreicht werden. Nach dem Verschluss des Makulaforamens kommt es meist zu einem langsamen Anstieg der Sehschärfe. 

Eine Operation kann den Schaden, der durch das Makulaloch entstanden ist, nur lindern. Das Sehen wird nicht mehr ganz so sein, wie es vor der Erkrankung war, insbesondere bleibt gelegentlich ein gewisses verzerrt Sehen zurück.

Risiken der Operation

Die Operationsmethode ist ausgereift, die Vorgehensweise routiniert. Entsprechend sind auch die Risiken sehr gering. Die Linsentrübung (Katarakt), die als häufigste Komplikation gilt, ist vermeidbar, wenn man die Linse gleich mit austauscht. Andere Komplikationen, wie Augendruckanstieg oder eine Netzhautablösung, sind sehr selten (ca. 1-2 Prozent). Das größte Problem ist für die meisten Patienten die 3-5-tägige Lagerung mit Blick nach unten. Angesichts der guten Erfolgschancen und der Aussicht, bei erfolgreichem Lochverschluss wieder deutlich besser sehen zu können, ist die Operation eines Makulalochs eine gute Option.

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