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Glaskörpertrübungen (Floaters)

Wie entstehen Glaskörpertrübungen?

In jungen Jahren ist das als Glaskörper bezeichnete Gel klar und homogen. Mit zunehmendem Alter verflüssigen sich jedoch Teile davon, und andere Teile wiederum verdichten sich zu strangartigen Strukturen. Begünstigt wird dieser Alterungsprozess durch Kurzsichtigkeit und eine individuelle Veranlagung. Das Erscheinen von „Floaters“ ist schleichend, da sich die Veränderungen im Glaskörper über Jahre langsam entwickeln. Das plötzliche Auftreten von Glaskörpertrübungen hingegen kann eine ernstere Ursache haben, wie z. B. einen Netzhautriss oder eine Blutung in das Augeninnere. In einem solchen Fall ist sofort ein Augenarzt aufzusuchen.

Symptome von Glaskörpertrübungen

Typische Merkmale von Glaskörpertrübungen sind ihre langsame Entwicklung und ihre Beweglichkeit: Da der Glaskörper weitgehend aus Wasser besteht, schwimmen die festeren Bestandteile mehr oder weniger locker darin herum, so dass sich die Trübungen bei Augenbewegungen vor dem Auge hin und her bewegen. Häufig sind sie nur zeitweise vor dem Sehzentrum, manchmal bleiben sie monatelang im zentralen Gesichtsfeld und ziehen sich dann zur Erleichterung des Betroffenen in die Peripherie zurück. In anderen Fällen konzentrieren sie sich im Zentrum und behindern das Lesen.

Eine Prognose, ob sich Glaskörpertrübungen mit der Zeit verbessern oder verschlimmern, ist nicht möglich, denn Glaskörpertrübungen sind für den Augenarzt oft schwer erkennbar. 

Glaskörperentfernung

Es gibt nur eine wirksame Methode, das Problem nachhaltig zu lösen, und das ist die operative Entfernung des veränderten Glaskörpers. Diese Vitrektomie genannte Operation ist in der Augenheilkunde tägliche Routine. Dabei wird mittels winziger Schnitte im Auge über eine Infusionsleitung Flüssigkeit in das Augeninnere geleitet und mit einem sogenannten Glaskörperschneider der Glaskörper angesaugt und Stück für Stück herausgeschnitten.

Auch wenn die Vitrektomie sicher und kontrolliert ist, gibt es keine Operation ohne ein kleines Restrisiko. In diesem Falle sind zwei nennenswert: Jede Vitrektomie führt mittelfristig zur Linsentrübung, und dann wird eine Staroperation nötig. Bei jungen Menschen geht der Vorteil der Jugend durch den Verlust der natürlichen Linse und die Einpflanzung einer Kunstlinse verloren. 

Bei älteren Patienten raten Augenärzte zur gleichzeitigen Linsenoperation, um einen Zweiteingriff zu vermeiden. Äußerst selten kann es durch die Manipulation am Glaskörper zur Bildung eines Netzhautloches und dann sogar zu einer, das Sehen bedrohenden, Netzhautablösung kommen. Das Risiko liegt heutzutage unter 1 Prozent. In den meisten Fällen kann dann ein dauerhafter Sehverlust durch weitere Eingriffe verhindert werden.

Operation – Pro und Contra

Bei jeder Operation muss der individuelle Leidensdruck zu den Risiken in Beziehung gesetzt werden. Ein junger Mensch mit nur leicht störenden Trübungen wird zum Erhalt der Akkomodationskraft eine Operation nicht ernsthaft erwägen. Jenseits des 50. Lebensjahres mit starker Behinderung durch Glaskörpertrübungen liegt eine Operation deutlich näher, besonders, wenn man bedenkt, dass im Alter eine Staroperation fast immer nötig wird und hier in einer Operation erfolgen kann. Darüber hinaus sind die Risiken schwerer Komplikationen sehr niedrig – aber nicht gleich null.

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