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Alterssichtigkeit

Verlust des Nahsehens (Presbyopie)

Durch natürliche Alterungsprozesse ändert sich mit der Zeit die Verformbarkeit der Linse. Sie erstarrt förmlich in der Ferneinstellung. Objekte in der Nähe können immer weniger auf die Netzhaut fokussiert werden und erscheinen unscharf.
Da die Linse sich nun nicht mehr auf nahe Objekte einstellen kann, muss diese fehlende Brechkraft durch eine Nahkorrektur ersetzt werden. Typischerweise ist dies eine Lesebrille, ein Nahteil in der Fernbrille oder ein sogenanntes Gleitsichtglas.
 

Geht es auch ohne Lesebrille?

Lesebrille oder Nahteile im Brillenglas schaffen ein scharfes Bild in der Nähe durch Senkung des Blicks, so dass das Auge mal durch die eine und mal durch eine andere Optik schaut. Da viele alterssichtige Menschen sich aber eigentlich gar nicht alt fühlen, besteht ein großer Drang, die Verwendung einer Lesebrille zu vermeiden oder zumindest so lange wie möglich hinauszuschieben. 

Um diesem Streben entgegenzukommen, sind in den letzen Jahren zusätzliche Möglichkeiten der Presbyopiekorrektur entwickelt worden. Dabei werden zwei grundsätzlich verschiedene Ansätze verwendet:

1. kann man mit Kontaktlinsen oder eingepflanzten Kunstlinsen je ein Auge für die Ferne und eins für die Nähe korrigieren. Dies Prinzip nennt man Monovision;
2. kann man mittels multifokaler Kunstlinsen, die so geschliffen sind, dass sie zwei Optiken haben, der Netzhaut gleichzeitig ein scharfes Bild für die Ferne und eins für die Nähe anbieten.
 

Monovision

Monovision ist eine der einfachsten Methoden, auch im Alter in der Nähe und in der Ferne scharf sehen zu können. Das eine Auge wird dabei optisch auf die Ferne ausgerichtet (0 Dioptrien) und das andere auf die Nähe (-1,25 bis -3,0 Dioptrien).

Das kann man mit Kontaktlinsen erreichen, durch die Einpflanzung entsprechend berechneter Kunstlinsen z. B. im Rahmen einer Staroperation oder durch Lasik, einem Laserverfahren, bei dem die Hornhaut optisch wirksam geschliffen wird. 

Sollte ein operatives Verfahren gewählt werden, kann man den geplanten Effekt vorher einige Wochen mit Kontaktlinsen simulieren, um zu sehen, ob der optische Unterschied zwischen beiden Augen subjektiv toleriert wird.

In der Regel wird ein Unterschied von 1,25 – 1,5 Dioptrien angestrebt. Das Gehirn akzeptiert einen solchen Unterschied bei den meisten Menschen gut, und mit einer Kurzsichtigkeit von -1,5 Dioptrien kann man im Alltag meist ohne Lesebrille auskommen. Wesentlicher Vorteil der Monovision Lösung: beide Augen bekommen eine klare monofokale Optik ohne irgendwelche Abstriche an Schärfe oder Kontrastwahrnehmung.
 

Multifokale Kunstlinsen

Diese Kunstlinsen sind so geschliffen, dass sie sowohl ein scharfes Fernbild als auch ein Bild des Nahbereichs auf der Netzhaut abbilden. Das Gehirn kann sich dann, je nach Bedarf, entscheiden, das fernere oder das nähere Bild zu beachten. Der optische Doppeleffekt wird meist mit konzentrischen, sogenannten diffraktiven Ringen erzeugt.

Eine multifokale Optik hat auch Nachteile: Zum einen sind  geringe Abstriche an die Bildqualität zu machen („man sieht überall gut aber nirgendwo richtig gut“), zum anderen führen die optisch wirksamen Ringe auf der Linse nachts oft zu störenden Lichtbögen. Ein kleiner Prozentsatz der Patienten fühlt sich dadurch so gestört, dass Autofahren nachts zum ernsten Problem wird. Ob Vorteile oder Nachteile überwiegen, ist immer eine individuelle Entscheidung.
 

Akkomodierende Kunstlinsen

Akkomodierende geben vor, über einen feinen Mechanismus bei Bewegungen des Ziliarkörpermuskels die Position im Auge zu verlagern, um so den optischen Effekt der akkomodierenden natürlichen Linse zu simulieren. Der Beweis ihrer Wirksamkeit steht bisher aus.

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