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Samstag, 04. Februar 2012

Hunde bewegen Menschen

Dr. Rapp (Chefarzt Psychiatrie)
Dr. Rapp (Chefarzt Psychiatrie)
Des Menschen bester Freund
Des Menschen bester Freund

Hunde bewegen Menschen - Therapeutisches Arbeiten mit Hunden in der Psychiatrie.

Der therapeutische Einfluss von Hunden auf Menschen ist seit langem bekannt, wird aber nur selten genutzt. Im Projekt „Hunde bewegen Menschen“ arbeiten tagesklinische  Patienten der psychiatrischen Abteilung des Capio Mathilden-Hospitals Büdingen mit Hunden aus dem Tierheim Elisabethenhof in Reichelsheim.

Die Hundeschule Elmi moderiert das wöchentliche Training von Mensch und Hund gemeinsam mit Mitarbeitern aus den beteiligten Einrichtungen.Bei der Therapie geht es um mehr, als bloßen Kontakt zu Hunden.

„Beim spielerischen Umgang mit Hunden werden ganz nebenbei Konzentration, Beobachtungsgabe und Einfühlungsvermögen geschult“, erläutert Dr. Uwe Rapp, Chefarzt der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie die Zielsetzung des Projektes. „Gemeinsam werden kleine Aufgaben bewältigt, die allen Beteiligten Spaß machen. Aus dem konsequenten Handeln entsteht ein therapeutischer Effekt, der sich auch auf den Alltag positiv auswirkt.“ 

Die Patienten erfahren sich selbst in einem neuen Umfeld und erweitern ihr Wissen über die treuen Begleiter des Menschen. Die Hunde, die die Psychiatriepatienten körperlich und seelisch bewegen sollen, sind freundlich, aufgeschlossen und lebendig.

Es sind keine ausgebildeten Therapiehunde. „Das ist gewollt“, sagt Bijan Elmi von der gleichnamigen Hundeschule in Nidderau-Ostheim. Mike Ruckelshaus, Leiter des Heims und der Landesgeschäftsstelle des Bundes gegen den Missbrauch der Tiere, verspricht sich auch für seine Hunde positive Effekte: „Das Training mit den Patienten ist für die Hunde eine willkommene Abwechslung, und mit ein bisschen Glück bekommen sie eine Art Grunderziehung und sind später leichter zu vermitteln.“

„Ich bin absolut überzeugt davon, dass dieses Experiment gelingt. Wir verlassen uns auf die Aussagen von Dr. Rapp und haben volles Vertrauen zu ihm“, sagt Fördervereinsvorsitzender Elmar Welling. Der Förderverein am Capio Mathildenhospital  finanziert den Therapieansatz für zunächst ein Jahr mit 5.000 €.

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